Wenn der Schmächtigste der Stärkste ist, dann kann es sich um den Gewichtwurf drehen. Ein grandioses Beispiel dafür lieferte am Freitag (28.8.26) Peter Kubera (LSG Saarbrücken-Sulzbachtal) bei der Masters-WM in Daegu (Südkorea). Im Gewichtwurf der M50 brachte ihm seine exzellente Drehtechnik den klaren Sieg über 11 Konkurrenten, die mit ausgeprägter Muskelmasse das 11,34 Kilo schwere Wurfgerät zu bändigen suchten. Zum Einstieg wuchtete der Sulzbachtaler zwar die Eisenkugel ins Netz, aber im zweiten Durchgang schob er sich mit soliden 16,81 Metern an die zweite Stelle hinter dem Esten Martti Merila, der gleich 17,15 Meter vorgelegt hatte, die ihm letztlich den Silberplatz einbrachten. Im dritten Versuch feuerte Kubera das Gerät trotz des regennassen Rings auf phänomenale 20,11 Meter. Von dieser Weite geschockt, begnügte sich die Konkurrenz fortan mit Würfen unter 17 Metern. Unterdessen lieferte Peter Kubera noch dreimal Weiten über 19 Metern. Am Ende lag zwischen dem Sieger und dem Zweitplatzierten ein gewaltiger Abstand von rund drei Metern. Die Bronzemedaille ging an den Spanier Miguel Gonzales mit 16,48 Metern. Einen Tag nach seinem Sieg im Hammerwurf eroberte Kubera somit sein zweites Gold und erhöhte die vorläufige Saar-Bilanz auf vier Medaillen.
Im Zehnkampf der M35 sammelte Fabian Stalter (LA Team Saar) 5.575 Punkte und wurde Vierter. Zur Bronzemedaille fehlten nur 80 Punkte. Seine punkteträchtigste Disziplin war der Weitsprung auf 6,11 Meter, der mit 661 Punkten bewertet wurde. Im Stabhochsprung, der ihm am Montag die Silbermedaille eingebracht hatte, überquerte er diesmal im Nieselregen 3,90 Meter.
