Weitere Stellungnahme des SLB


Auf die heutige Berichterstattung der Tagespresse über Vorwürfe dreier Sportlerinnen gegenüber einer ehemaligen Honorartrainerin hat der Saarländische Leichtathletik-Bund (SLB) unverzüglich reagiert. Er bat die betroffene Trainerin, die seit Mitte April 2025 aus eigenem Entschluss für den SLB nicht mehr tätig ist, um eine Stellungnahme. Zugleich wurde die unabhängig tätige PSG-Beauftragte (Prävention sexualisierte Gewalt) informiert. Der SLB hat alle Vereine gebeten, die Sportlerinnen und Sportler nochmals darauf hinzuweisen, dass sie sich jederzeit vertraulich an die PSG-Beauftragte wenden können.

Die drei heute berichtete Fälle sind dem SLB nicht bekannt. Die Vorwürfe sind anonym und enthalten keinen Hinweis, in welchem Zeitraum sich die Sachverhalte abgespielt haben sollen.

Der SLB ist sich bewusst, dass gerade Jugendliche im Spitzensport vor wichtigen Wettkämpfen unter erheblichem Druck stehen. Aufgabe des vorbereitenden Trainings ist es, sie hierfür zu stärken. Psychische Gewalt, die Gegenstand der Vorwürfe ist, ist dafür ein ungeeignetes Mittel. Auch positiv gemeinte Kritik kann Grenzen überschreiten oder gar als systematische Einschüchterung verstanden werden. Dessen war man sich bei der Formulierung des Schutzkonzeptes durch den SLB bewusst, weshalb unabhängige PSG-Beauftragte mit besonderer Kenntnis vorgesehen sind.

Die insgesamt vier gleichartigen Vorwürfe unterstreichen die Wichtigkeit der Schlussfolgerung des zuständigen Präsidiumsmitglieds aus dem bislang untersuchten Fall. Er hatte angeregt zu prüfen, ob ausreichend Mechanismen zur Verfügung stehen, damit Sportlerinnen und Sportler vermutete Missstände vertraulich und ohne Angst vor Repression mitteilen können.

Die Gremien des SLB werden die heute angeforderten weiteren Erkundigungen auswerten und die notwendigen Schlussfolgerungen treffen.

Das Schutzkonzept ist abrufbar unter https://www.slb-saarland.com/fileadmin/user_upload/Leistungssport/20250618_SCHUTZKONZEPT_Stand_2025-06-18.pdf.