- Lutwin Jungmann

Alexander Bock Deutscher Meister über 100 Kilometer


Bei den Deutschen Meisterschaften im Ultra-Langlauf über 100 Kilometer wurde Alexander Bock am 29.3.25 in Grünheide/Störitz (Brandenburg) Deutscher Meister. Er brauchte für die Riesendistanz nur 6:34:36 Stunden. Seine bisherige Bestmarke hatte der Rehlinger bei seinem ersten Titelgewinn 2022 mit 6:34:40 Stunden aufgestellt. Diesmal war er also ganze vier Sekunden flotter unterwegs. Der Zweitplatzierte Felix Weber (Ultralaufteam Braunschweig) folgte im Abstand von 6:56 Minuten; der Dritte Stephan Frühmann (LG Passau) lag schon 20:01 Minuten zurück.

Seinen letzten Ultra-Einsatz hatte er im Dezember 2024 bei den Weltmeisterschaften in der Hitzeschlacht von Bangalore (Indien) absolviert. Damals hatte er als bester Deutscher die 100 Kilometer in 7:10:24 Stunden bewältigt.

Nach einem krankheitsbedingten Ausstieg bei der 50-Kilometer-DM Ende Februar 2025 wollte er das doch ganz gute Training vom Anfang des Jahres nicht ungenutzt lassen und entschied sich, bei der 100 Kilometer-DM zu starten, auch wenn der letzte 100er im Dezember noch nicht so lange her war. Nach ein paar längeren Trainingsläufen im März konnte er am Störitzsee gut vorbereitet an den Start gehen.
Die ersten 10 Kilometer lief er mit dem aktuellen Deutschen Meister über 50 Kilometer, Tim Schwippel (MTV Soltau), an seiner Seite noch im 4-Minuten-Schnitt pro Kilometer, bevor er etwas beschleunigte und bis Kilometer 50 recht konstant um die 3:55 Minuten hinlegte. Dadurch konnte er sich zunächst etwas absetzen. „Aber bei Kilometer 50 war Tim wieder bei mir, da er ab etwa Kilometer 35 eine Pace von unter 3:50 Minuten angeschlagen hatte. Und die hielt er auch weiter, als er an mir vorbeigelaufen ist. Ich bin dann mit ihm mitgelaufen, in dem Wissen, dass dies gegen Ende des Rennens sehr hart werden kann.“ So waren die beiden zwischenzeitlich sogar auf Kurs für eine Zeit deutlich unter 6:30 Stunden. Zwischen Kilometer 65 und 70 bekam sein Begleiter jedoch Probleme und musste wenig später das Rennen aufgeben. Folglich musste Alexander die letzten 30 Kilometer wieder alleine laufen.
„Leider hatte zur Mitte des Rennens der Wind doch sehr stark zugenommen, sodass ich ab Kilometer 80 wirklich kämpfen musste und auch deutlich langsamer wurde. In den letzten beiden Runden habe ich dann aber mitbekommen, dass mein Vorsprung vor dem Zweitplatzierten sehr komfortabel war.  So konnte ich das Rennen sicher nach Hause bringen und sogar meine Bestzeit noch um 4 Sekunden steigern. Ich bin natürlich super zufrieden mit dem Wettkampf, der Zeit und dem Deutschen Meistertitel.“