An den Tagen drei bis fünf der Masters-Europameisterschaften auf Madeira gewannen Saar-Athleten vier weitere Medaillen: zwei silberne und zwei bronzene. Nach ihrem Sieg im Gewichtwurf bestritt Margret Klein-Raber (LC Rehlingen) im RG3-Wurfstadion von Funchal den Hammerwurf-Wettbewerb. Zu ihrer eigenen Überraschung übertraf sie im vierten Durchgang mit 40,20 Metern erstmals in diesem Jahr die 40-Meter-Marke. Im dritten Versuch hatte sie mit 39,95 Metern die Führung von ihrer Dauerkonkurrentin Claudine Cacaut (Frankreich) übernommen, die 39,25 Meter zu Buche stehen hatte. Erst im vorletzten Wurf der gesamten Konkurrenz fiel die Entscheidung zugunsten der Französin, die plötzlich 41,37 Meter hinlegte. Mit der Silbermedaille war Margret Klein-Raber sehr zufrieden und freute sich mit der Siegerin, die laute Freudenschreie ausstieß und später bei der Siegerehrung mit Inbrunst die Marseillaise intonierte.
Bernhard Grißmer (TV St. Wendel) jubelte über eine unerwartete Silbermedaille im 300-Meter-Hürden-Lauf der M70. Nachdem er im Vorlauf mit 55,80 Sekunden die drittbeste Zeit erzielt hatte, steigerte er sich im Finale deutlich auf 54,09 Sekunden und eroberte den zweiten Platz. Unerreichbarer Sieger wurde der Franzose Louis Clautour in 50,89 Sekunden. Im selben Finale kam Günter Rausch (SV GO! Saar 05) als Sechster ins Ziel und freute sich sowohl über die Platzierung als auch die persönliche Bestzeit von 59,11 Sekunden, die ihm im Vorlauf gelungen war. Über 80 Meter Hürden der M70 wurde Bernhard Grißmer Achter in 16,49 Sekunden.
Beständigste saarländische Diskuswerferin mit vielen nationalen Titeln und internationalen Medaillen ist Christine Ecker (LA Team Saar). Zuletzt hatte sie bei der Winter-Wurf-WM in Gainesville (USA) die Goldmedaille gewonnen. Bei der EM in Funchal erwuchsen ihr in der Klasse W60 neue Konkurrentinnen, deren Stärke die etwas lädierte Saarländerin neidlos anerkannte. Ihren dritten Rang mit 31,87 Metern nahm sie erleichtert und zufrieden auf. Der Sieg ging an Janina Lapieniene aus Litauen mit 37,39 Metern vor Joruna Hole aus Norwegen mit 35,65 Metern.
Ute Schweitzer (SV GO! Saar 05) hatte wegen Verletzungen lange gezögert, ob sie bei der EM den Siebenkampf der W75 überhaupt in Angriff nehmen sollte. Letztendlich bereute sie keinesfalls ihren Entschluss zur Teilnahme. Als nach zwei Tagen im Zentralstadion von Madeira die Strapazen vorbei waren, stand die Saarbrückerin auf dem Siegespodest und nahm für ihre 2.362 Punkte von WMA-Präsidentin Margit Jungmann die Bronzemedaille entgegen. Gold gewann die Italienerin Ingeborg Zorzi mit 3.697 Punkten.
Weitere Ergebnisse der Saarländer:
Im Hammerwurf der W55 warf Sabine Grißmer (TV St. Wendel) im zweiten Durchgang 37,58 Meter. Das bedeutete Rang 5. Siegerin wurde Mireille Kosmala aus Luxemburg mit 44,28 Metern.
Annegret Hämsch (LA Team Saar) erreichte im Siebenkampf der W55 erstmals mehr als 4.000 Punkte. Mit 4.158 Zahlern belegte sie den 8. Platz. Im Laufe des Wettbewerbs verbesserte sie den saarländischen Hochsprungrekord der W55, den sie gemeinsam mit Verena Bugger (LAC Saarlouis) hielt, um zwei Zentimeter auf 1,32 Meter.
Georg Müller (LAC Saarlouis) schaffte unter 51 Konkurrenten über 100 Meter der M65 den Sprung ins Finale. Dort belegte er in 13,90 Sekunden bei einem Gegenwind von 2,5 m/s den 8. Platz. Seine beste Zeit hatte er im Vorlauf mit 13,43 Sekunden erzielt.
Im 100-Meter-Lauf der W35 fehlten Katharina Jakob (LG Berus) im Halbfinale (13,12 Sek.) als Neunter nur 7 Hundertstel zur Finalteilnahme. Ebenfalls Neunte wurde Claudia Seel (LC Rehlingen) über 5.000 Meter der W50 in 21:17,63 Minuten.
Weitere Resultate aus Madeira:
M55 | 100 m | 25. | Thomas Hawner | LSG Saarlouis | 13,43 s |
M55 | 200 m | 25. | Thomas Hawner | LSG Saarlouis | 26,97 s |
W55 | Diskus | 11. | Sabine Grißmer | TV St. Wendel | 25,32 m |
M65 | 100 m | 35. | Kurt Wittmer | SV GO! Saar 05 | 15,23 s |
M65 | 200 m | 33. | Kurt Wittmer | SV GO! Saar 05 | 31,32 s |
M70 | 200 m | 14. | Günter Rausch | SV GO! Saar 05 | 32,07 s |



